Das neue Medium aus dem Hinterhof.

Bei PIN Digital wird an der Vernetzung der Postkarte gearbeitet.

Zu jedem erdenklichen Anlaß können gewerbliche und private Versender ihre individuellen Karten verschicken – versandoptimiert mit ICOM Software.
Intelligent, kreativ und knallhart kalkuliert ist die neue Dienstleistung der PIN Digital GmbH, Tochter der PIN AG.

Zusätzliches Versandvolumen über eine Neugeburt der guten, alten Postkarte zu schaffen kann man nur mit diesen Eigenschaften – und geeigneten Lieferanten wie ICOM.


In Kreuzberg ist das so: Vorn wird gefeiert, und hinten wird gearbeitet.

Auf der Waldemarstraße in Berlin SO 36 gibt es draußen das pralle Leben mit Shops, Studios und Kneipen. Wer aber durch die Einfahrt in die großen Gewerbe-Hinterhöfe geht, tritt ein in die konzentrierte Welt der IT-Spezialisten, der Kreativen und Unternehmens-Startups. Im dritten Stock geht es um die Zukunft der Post. Das Projekt heißt „Serienkarte“. Wir sind zu Besuch beim zwölfköpfigen Team der PIN Digital GmbH, Tochter des großen Berliner Briefdienstleisters PIN Mail AG. Dieser Pionier der Privatpostbranche – der im nächsten Jahr bereits das 15. Firmenjubiläum feiert – ist nicht nur „Local Hero“ in Berlin.

PIN ist ein gemeinsames Unternehmen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (Zeit, Handelsblatt etc.) und von TNT Post Deutschland mit der Netzwerkorganisation Mail Alliance. Hier gibt es deshalb ein strategisches Interesse daran, die Zukunft der klassischen Post im modernen Medienmix mitzugestalten.

„Dies ist der erste Bestandteil einer größer angelegten Plattform für Online-Direktmarketing“, erzählt der Aufsichtsratsvorsitzende Marc Zeimetz. Und der Geschäftsführer Dr. Axel Stirl erläutert das Projekt: „Die Abschmelzraten bei der Transaktionspost kann man nicht präzise vorhersagen, aber das Volumen wird sicher sinken. Deshalb wollen wir den CRM-Managern, insbesondere denen des E-Commerce, zukunftsfähige Dialoglösungen bieten; das müssen hochwertige Lösungen sein, individuelle Ansprachen.“

Projekt Serienkarte: Neue Sendungen braucht das Land

Ihr Quasi-Monopol für Marketing- und Transaktionsbotschaften hat die klassische Post verloren, und deshalb gehen die Stückzahlen auch Jahr für Jahr um einige Prozentpunkte zurück. Wer mit Kundenkommunikation zu tun hat, betont aber gleichzeitig die unvergleichlichen Eigenschaften von Brief und Karte: Sie sind exklusiv und besitzen haptische Qualitäten, und sie entfalten ihre Wirksamkeit ganz ohne fremde Hilfsmittel, ohne Netz, ohne Strom und an jedem Ort. Es kommt aber darauf an, dieses anspruchsvolle Premium-Medium im modernen Kommunikationsmix mit leistungsfähiger Software wie der ICOM Dokustream-Suite richtig zu vernetzen, damit es wirtschaftlich eingesetzt werden und dann seine Stärken wirklich entfalten kann.

Das ist der Ansatzpunkt des Serienkarte-Teams. Michael Scheer, Leiter des Customer-Care-Teams: „Bei vielen Anlässen möchte man seinen Kunden oder Freunden ein haptisches Erlebnis anbieten. E-Mails verschwinden heutzutage in der Flut der Spams und Anfragen. Mit der Serienkarte kann man sich einer besonderen Aufmerksamkeit sicher sein.“

Seit mehr als einem Jahr können Onliner deshalb echte Postkarten personalisiert produzieren, digital drucken und auf die Reise schicken lassen. Zielgruppe des Dienstes sind bereits heute nicht nur Privatleute, sondern auch Geschäftskunden. „In fünf Minuten erstellt, in 48 Stunden beim Kunden“ – so werden mit wenigen Klicks Gruß- und Werbepostkarten erstellt und verschickt – als Standardsendung oder als Infopost, von fünf Geburtstagseinladungen bis zum Zehntausender-Mailing. Druckrealisierung und Adressieren, Frankieren und Versand sind Teil des Servicepakets.

Partner für die Vollfarb-Lösungen ist unter anderem der renommierte Berliner Digitaldrucker Koebcke; bereits in dieser Ausbaustufe sind aber Konsolidierung, Versand- und Portooptimierung von großer Bedeutung für die Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit der täglich zu realisierenden Aufträge. Mit InfoMail von ICOM werden die Empfänger vor der Erstellung der Printfiles nach Postleitzahlen sortiert und die Sendungen DV-frankiert. So können Einsparungen erzielt werden, die für den gewöhnlichen Postkunden fast immer unerreichbar wären.

Tausend Ideen im Marketingmix

Die Kreuzberger haben eine innovative IT-Schnittstelle entwickelt, die leistungsfähige Verbindungen zum Customer-Relations- und zum Dokumentenmanagement großer Organisationen herstellt. Zudem ist das Team des Startups täglich dabei, attraktive Gestaltung und spezifische Templates für die individuelle Befüllung zu entwickeln, um den Serienkarten-Service so zum vielseitigen, datenbankbasierten Kommunikationssystem im Dialogmarketing-Mix auszubauen.

Zum Beispiel:

  • Versandhändler schicken ihren Kunden die persönlichen, individuellen und vollfarbig gestalteten Geburtstagsgrüße, einschließlich eines Hinweises mit QR-Code auf die persönliche Internet-Landingpage, wo es einen Geschenk- gutschein gibt,

  • die Schornsteinfeger bauen auf einen Dienst von Postkarten-Informationen zu den Kehr- und Kontrollterminen ihrer Mitglieder,

  • Ärzte und Gesundheitseinrichtungen erinnern ihre Patienten an Vorsorge- und Impfauffrischungs-Termine, und

  • die Werkstätten der Autokonzerne melden den Kunden die fälligen Winterreifen- und Ölwechseltermine oder erinnern sie gemeinsam mit der Leasing-Bank an das neue Auto zum neuen Leasing-Vertrag – wiederum mit QR-Code und Landingpage.

Die Karten werden, je nach Einsatzgebiet, nicht nur offen verschickt, sondern auf Wunsch auch im verschlossenen Umschlag.

Outputmanagement als Erfolgsfaktor

Typisch für diese modernen Kundendialog-Programme ist der termingenaue Versand. Das sind dann für jeden Kunden nicht mehr viele Tausend, sondern vielleicht nur einige Dutzend Karten – dies aber Tag für Tag. Robert Aubell, CEO der Serienkarte, erläutert die Ziele: „Heute, wo wir noch in der Aufbauphase sind, geht es darum, einen täglichen Output von mehr als 4000 Karten zu schaffen; das klappt aber noch nicht immer.“

Umso wichtiger wird dabei das Outputmanagement. Dazu ein ICOM-Fachberater: „Bei der knappen Kalkulation der Karten in den Budgets hängt die Realisierbarkeit und der Erfolg entscheidend von der Portooptimierung ab. Deshalb ist der Einsatz eines leistungsfähigen Postausgangs-Tools besonders wichtig.“ Für das Management von solch einem komplexen Outputprozess stehen in der Dokustream-Softwaresuite eine Menge Tools bereit, vom Ausschießen der Drucke auf dem Bogen und dem Farbmanagement bis zur Qualitäts-Endkontrolle und der Versandbestätigung.

Heute ist es den Kartenprofis besonders wichtig, mit den Outputwerkzeugen von ICOM die Brücke zu schlagen zu den leistungsfähigen Potenzialen der Mutter PIN Mail AG. Der ICOM-Mitarbeiter: „Bei der Einführung haben wir uns darüber gründlich Gedanken gemacht. Mit unserem kompletten Outputmanagement als Standardsoftware konnten wir die notwendige langjährige Erfahrung, Zukunftssicherheit und Einfachheit der Bedienung bieten; mit der Möglichkeit, auch größere Datenströme – PDF wie andere Datenformate – performant zu verarbeiten, haben wir die richtige Lösung für kleine wie für große Jobs, und besonders nützlich war und ist auch, dass wir seit langem der Kooperationspartner der DPAG sind.“

Ganz bewusst setzt man in Berlin auf die Karte, genauer gesagt auf das Konzept Serienkarte im multimedialen Kundendialog, denn sie hat viele Vorteile. Trotz des Einsatzes hochwertiger Materialien in bester Digitaldruck-Qualität ist sie enorm preiswert: bei hoch individualisierter Ausführung 0,12 bis 1,99 Euro je nach Auflage. Aber das vielleicht wichtigste Argument: Schöne bunte Karten sind beim Empfänger beliebt. Robert Aubell: „Für solch eine Einladung oder Terminankündigung ist auf der Familien-Pinnwand immer ein Platz frei.“

Weihnachtszeit ist Kartenzeit

Für individuelle Karten gibt es viele Tausend Anwendungsbereiche, aber speziell Grußkarten haben saisonale Schwerpunkte. Beim Erscheinen dieser Zeitschrift ist gerade eine ganze Serie von Halloween-Aktionen gelaufen. Jetzt kommt die ganz große Kartenzeit vor Weihnachten und dem Jahreswechsel. So stehen den Kreuzberger Profis in diesem Jahr die wohl arbeitsreichsten Wochen des Jahres bevor.

Bei der knappen Kalkulation der Karten in den Budgets hängt von der Portooptimierung die Realisierbarkeit und der Erfolg entscheidend ab. Deshalb ist der Einsatz eines leistungsfähigen Postausgangs-Tools hier besonders wichtig.

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